Liebe tageschau.de-Redaktion,
Ihre Redakteure haben das durchaus
richtig erkannt, so lernen das sogar BWL-Studenten in der Vorschule,
dass Überschriften Fragen aufwerfen sollten, die im Laufe des Textes
beantwortet werden, um das Interesse der Leserschaft zu wecken. So
war heuer auf Ihrer Onlineplattform (dieser eloquente Ausdruck
verdrängte ja unlängst das heute wie hauptschul- bzw. realschule
plus B-Kurs-deutsch klingende „Homepage“ aus dem Sprachgebrauch)
zu lesen „Spanien feiert Triumpf gegen Irland“. Doch leider
brachte das Lesen des Artikels nicht die Antworten auf Fragen wie,
"Hat der Duden nun auch endlich alternative Schreibweisen von weit
verbreiteten Kochgeräten namens „Töphen“ aufgenommen?" oder "Hat
endlich mal jemand sein Kind „Christopf“ getauft?".
Die eigentliche Frage, die sich mir
daher in dieser späten Stunde stellt, ist folglich, ob Ihre
Redakteure wirklich dafür bezahlt werden, alle zwei Stunden die
aufgerufenen Pornos zu minimieren und voller Konzentration fünf
Minuten lang intelligent klingende Artikel zu verfassen oder ob sie
tatsächlich einfach nur der Jugend ein gutes Beispiel sein wollen
und sich die um diese Uhrzeit die Birne schon so mit alkoholischen
Getränken zugeknallt haben, dass sie noch nicht mal mehr die
Rechtschreibprüfung von Word kritisch hinterfragen können.
In Erwartung eines Anstellungsgesuch, da der selbstüberzeugten Meinung genau diese Kriterien erfüllen zu können,
Peter S.
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