Donnerstag, 14. Oktober 2010

Wirtschaftswachstum und andere lustige Sachen

Naja, als jetzt offizieller Student eines wirtschaftlichen Faches muss natürlich um dessen erstmal Nachdruck zu verleihen über die neuesten Wirtschaftsnachrichten schreiben (obwohl ich mich eher danach fühle, als würde gleich die Pasta von gerade eben meinem Magen Nachdruck verleihen). Spaß beiseite, gerade die heutigen Nachrichten ließen mich sehr schmunzeln.

Allen voran eins meiner Lieblingsthemen: Deutschland boomt! Und zwar genau 3,5% dieses Jahr, so hörte ich es in den Nachrichten. Interessant, wenn man davon ausgeht, dass in dieser eher ungenauen Angabe ein Wachstum des BIP Deutschlands gemeint ist. Denn logischerweise ist da auch die Inflation drin (September ggü. des Vorjahres Sept. 1,2%, wohingegen die Nahrungsmittel einen Preisanstieg von gut 3% durchmachten, aber das nur so nebenbei). Rechnet man diese raus bleibt ein reales Wachstum von 1,2% übrig. Dabei liegt Deutschland zwar immer noch über dem EU-Schnitt, doch "überragend", wie er gerne verkauft wird, ist er noch lange nicht.

Weiterhin sind Zahlen wie diese (im Prinzip eigentlich alle Zahlen, die von VWLern benutzt werden) sind mit großer Vorsicht zu genießen. Denn eine einfache Betrachtung der Zahlen reicht nicht aus. Viel wichtiger ist nämlich die Frage (und die wird von den Medien gerne unbetrachtet gelassen; ich will jetzt aber nicht darauf eingehen, wieso diese Frage gerne unbetrachtet bleibt ;-)) nach dem wie. Also, wie kommt diese Zahl zustande. Das BIP erfasst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Land hergestellt werden und dem Endverbrauch dienen. Also wird auch die Güter erfasst, die in andere Länder exportiert werden. Und schon gelangen wir zum Problem in Deutschland: Während der Export stabile Werte erreicht (dank Konjunkturpakete einiger asiatischer Staaten), sinken die Kaufkraft des Lohnes und der Reallohn (Einkommen minus Steuerabgaben) in D.

Faszinierend, vor allem wenn man bedenkt, dass einem die deutschen Politiker uns versprechen, dass die Krise überwunden und die Wirtschaft wieder stabil sei. Denn wenn wir davon ausgehen, dass die Wirkung der Konjunkturpakete der asiatischen Staaten (z.B. Saudi-Arabien verabschiedete ein Konjunkturpaket in der Höhe von 400 Mrd. €, um sich für die Zeiten nach dem Erdöl zu rüsten - die Ausbeutung der Erde ist schon wieder so ein Thema über das ich schon wieder einen Artikel schreiben könnte ;-)) nach kurzer Zeit wieder nachlassen, sinkt logischerweise auch der Export wieder. Und dann stehen wir etwas bedröppelt (schreibt man das wirklich so???) da. Denn wer soll dann die Wirtschaft stützen? Die Bundesbürger, deren Lohn immer weniger Kaufkraft besitzt, dank weiterer Steuererhöhungen?

Dienstag, 11. Mai 2010

Viel Zeit

Die schriftlichen Abitur-Prüfungen sind nun vorbei, Unterricht ist auch keiner mehr, da hat man schon mal viel Freizeit. Um ehrlich zu sein, mache ich im Moment nicht wirklich viel außer ein paar Mal zu Arbeiten und ansonsten viel schlafen. Die Zeit sei mir auch mal gegönnt ;-) Wofür ich allerdings keine Zeit zu haben scheine ist mir mal neue Hobbies zu suchen um die viele Zeit totzuschlagen. Wieso auch? Da verbringe ich die Zeit lieber mit ein paar schönen Fernsehserien (ich muss wohl dabei anmerken: die meisten Serien die ich regelmäßig schaue kenne ich mittlerweile auch schon auswendig, weil die x-hundertste Wiederholung läuft) und viel Musik. Zum Glück funktionieren auch wieder Computer und Handy.

Nachdem ich jetzt einige Wochen ohne Handy war und dann auch unglücklicherweise mein PC die Grätsche machte, ist mir überhaupt mal bewusst geworden, wie abhängig wir heutzutage alle davon sind. Man muss ja schließlich immer auf dem neuesten Stand sein - egal ob es nur in WKW ist, oder die neuesten Sportdiskussionen. Viel schlimmer scheint aber eine nicht vorhandene Erreichbarkeit auf dem Handy zu sein. Wenn man dann mal merkt, dass man ohne Handy mit einigen Leuten überhaupt keinen Kontakt mehr hat, gibt einem das schon mal zu denken.

Eigentlich war ich ja immer schon ein Mensch, der sowieso hauptsächlich wert auf Gespräche von Angesicht zu Angesicht legte. Alleine schon die Tatsache, dass man nur eine gewissen Anzahl von Zeichen benutzt werden darf hat mir zu schaffen gemacht. Es geht doch einfach nix über REALE soziale Kontakte. Und diese Art von sozialen Kontakten geht durch die neue Technik einfach leider mehr und mehr kaputt. Ich könnte niemals irgendwas ernstes per SMS besprechen, das wäre mir viel zu anstrengend. Gefühle sind halt nicht per 120 Zeichen (oder wie vielen auch immer) übertragbar.

Donnerstag, 8. April 2010

Ich war in der Disco..

...und ich kann nur eins sagen:

Ich mag keine Disco-Fuzzies, Mann, die gehen mir auf den Draht,
Ich mag keine Disco-Fuzzies, ja, die gehen mir auf den Draht,
Leben in 'ner Plastiktüte und quatschen abgepackten Quark.

Mir wird schlecht von goldenen Kettchen und all den Mini-Plies,

Schlecht wird mir von goldenen Kettchen und all den Mini-Plies,
Von den ganzen Whisky-Cola-Willies, da wird mir ganz mies.

Ich mag keine Disco-Fuzzies, Mann, die gehen mir auf den Zahn,
Ich mag keine Disco-Fuzzies, Mann, die gehen mir auf den Zahn,
Ist mir zu glatt und zu blind - die ganze Schickimicki-Geisterbahn.

Ich mag keine Schickeria, Mann, die gehen mir auf den Sack,
Ich mag keine Schickeria, Mann, die gehen mir auf den Sack,
Jede Eckkneipe tausch ich gegen das ganze parfümierte Pack.

(das Dritte Ohr, wirklich absolut das letzte)

Mittwoch, 27. Januar 2010

Die besten Gitarrensoli Part 2

Ich muss meine eigene Aussage revidieren. Dies hier gehört absolut auch dazu. Vor allem in der Rubrik "live".

http://www.youtube.com/watch?v=LFpfureaCVs

Freitag, 15. Januar 2010

Oscar Wilde

Hier eine kleine Sprüchesammlung von dem sehr weisen Mann.

"Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung
nicht."

"Arbeit ist der Fluch der trinkenden
Klassen."

"Bildung ist etwas Wunderbares.Doch sollte man
sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, daß wirklich
Wissenswertes nicht gelehrt werden kann."

"Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige
Inkonsequenz."

"Demokratie ist nichts anderes, als das
Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das
Volk."

"Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und
dem Sünder ist, daß jeder Heilige eine Vergangenheit
hat und jeder Sünder eine Zukunft."

"Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß ob
sie wiederkommen."

"Der Fleiß ist die Wurzel aller
Häßlichkeit."

"Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des
Versagers."

"Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein.
Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu
kommen..."

"Man umgebe mich mit Luxus...
Auf das Notwendige kann ich verzichten..."

"Mäßigung ist eine verhängnisvolle Sache, denn
nichts ist so erfolgreich wie der Exzeß..."

"Ich verschiebe niemals auf morgen, was sich auch
übermorgen erledigen läßt..."

"Ich glaube nicht an den Fortschritt, sondern an
die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit..."

"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben
und den Mund halten..."

"Die Zigarette ist das vollendete Urbild des
Genusses: Sie ist köstlich und läßt uns
unbefriedigt..."

"Nur Leute, die ihre Rechnungen bezahlen, brauchen
Geld, und ich bezahle meine nie..."

"Zynismus: Die Kunst, die Dinge so zu sehen wie
sie sind und nicht, wie sie sein sollen."

"Jeder von uns ist sein eigener Teufel, denn wir
machen uns diese Welt zur Hölle."

"Der Gebildete widerspricht den anderen, der wahre
Weise sich selbst."

"Die Anzahl der Neider bestätigt unsere
Fähigkeiten."

Donnerstag, 14. Januar 2010

Mein Kampf

Nach dem lustigen Liedtext Bodo Wartkes eines ausgesprochen schönen Liedes, jetzt mal wieder ein paar ernstere Gedanken, die mir gerade durch den Kopf schwirren.

Mir ist in letzter Zeit immer wieder das Wörtchen "Kampf" begegnet. Natürlich jetzt nicht im eigentlichen Sinne, sondern im metaphorischen. "Ich werde niemals aufhören um unsere Liebe zu kämpfen", hört man häufig oder "Ich kämpfe gegen die Staatsgewalt", hat man sicher auch schon das ein oder andere in den Nachrichten oder anderen Medien hören bzw. lesen können oder der oft in Büchern und Filmen verarbeitete "Kampf gegen die Sucht".
Aber ist dieser von einem selbst so Bildhaft in Worte gefasste Konflikt nicht eher eine Illusion? Eine Illusion, dass wir unsere Welt wirklich mit unserem puren Willen und unserer Stärke verändern könnten? Symbolisiert das nicht den Kampf gegen das eigene Schicksal, mit dessen Verlauf man sich nicht abfinden kann? Ist somit nicht jeder als "Kampf gegen..." bezeichnete Konflikt, ein Konflikt mit sich selbst? Wenn wir gegen unser eigenes Schicksal kämpfen müssen, dann verlieren wir doch in jedem Fall, oder? Die Frage ist, ob es sich unter diesen Umständen überhaupt lohnt zu kämpfen.

Mal andersrum gedacht: Wo würden wir landen, wenn wir nicht gegen unser Schicksal kämpfen würden? Würde sich dann alles verändern, oder würden wir im Großen und Ganzen ein ähnliches Leben führen? Eine wohl sehr theoretische Antwort würde jetzt folgen, die sich wohl vor allem mit der Chaos Theorie und dem Schmetterlings-Effekt begründen würde. Das Leben wäre ohne Kampf viel einfacher, aber durch die große Anpassungsfähigkeit, immer wieder neue Umstände ohne "Kampf" akzeptieren zu müssen, ein deutlich kollektiveres Leben. Macht also dieser Kampf gegen unser eigenes Schicksal, also dieser Kampf gegen uns selbst zu einem Individuum? Ist es nicht das, was die alten Griechen mit ihrer Definition von Charakter meinten? Dass sich unser Charakter in unseren Entscheidungen zeigen würde? Kann man das Wort "Entscheidung" nicht logischerweise auch durch "Kampf" ersetzen? Zeigt also die Stärke, die wir gegen uns selbst zeigen, unsere sogenannte "Charakterstärke"?

Für mich habe ich jetzt auf jeden Fall - auch wenn ich die meisten Fragen, die ich gerade gestellt habe, nicht beantworten - Worte gefunden, die die Sinnlosigkeit unseres Daseins treffend beschreiben.
"Jeder Kampf auf dieser Welt ist Illusion, unser Schicksal ändern zu können. Der einzige Kampf, den wir austragen müssen, ist der gegen uns selbst - in jeder Minuten, in jeder Sekunde. Und diesen Kampf werden wir am Ende auf jeden Fall verlieren, egal wie er ausgeht."

Montag, 4. Januar 2010

Always look on the bright side of life...

Von den wirklich wichtigen Dingen im Leben kann man nicht sterben. Von Hunger, Geld und Durst schon.