Donnerstag, 24. Dezember 2009

Alle Jahre wieder...

Juhu, da ist es nun, das Fest der Liebe. Wie wurde es von so vielen Menschen herbeigesehnt, in dieser heutigen tristen Welt wenigstens an einem Tag im Jahr ein wenig Hoffnung und Liebe. Weil wir uns alle lieb haben schenken wir uns was. Genauso wie Gott uns damals Jesus Christus geschenkt hat. Also lasst uns im Wald ein paar Tannenbäume abschlagen, diese in allen glitzernden Farben schmücken und unsere Fenster mit Lichterketten erleuchten. Und weil wir uns alle so lieb haben schicken wir ganz nette Briefe in der Nachbarschaft rum, wo Geschichten von Hoffnung und Liebe draufstehen. Und lass uns in die Kirche gehen, unser nette Pfarrer freut sich sicher auch uns nach einem Jahr mal wieder zu sehen. Ja, wir glauben halt nicht wirklich an Gott.

Zu oft hört man in letzter Zeit solche Aussagen. Aber was macht denn diese Faszination aus? Wieso gehen Menschen, die absolut gar nichts mit Religion am Hut haben an Weihnachten in die Kirche - zum einzigen Mal im Jahr? Wieso verprassen Leute ihren Schotter beim vorweihnachtlichen Geschenkeeinkauf? Wieso werden Unmengen von Nadelbäume gepflanzt, nur um nach ein paar Jahren abgeschlagen zu werden und als glitzernde und blinkende Dekoration zu enden? Wieso hinterfragen irgendwelche Idioten jedes Jahr den tieferen Sinn hinter dem ganzen Weihnachtsrummel?

Genug der Fragen. Ich meine ganz einfach, es ist doch schon auf irgendeine Art leicht schwachsinnig von einem Fest der Liebe zu reden. Das Fest der Liebe hat nichts mit Gott oder Jesus zu tun. Die beiden sind tot, um es mit den Worten von Nietzsche zu sagen. Die Geburt Jesus zu feiern wäre für mich noch ein plausibler Grund und durchaus nachvollziehbar. Aber was hat der Weihnachtsmann mit Jesus zu tun? Diese Frage konnten mir meine Eltern, als ich noch ein kleiner Hosenscheißer war, auch noch nie beantworten. So reden wir alle vom Fest der Liebe, vom Fest anlässlich der Geburt Jesus und gehen ins Geschäft und kaufen unseren Besten Sachen. Egal was drin ist - hauptsache es kommt von Herzen, sagen die Menschen, wenn sie ein Geschenk aufmachen. Aber das ist doch eine glatte Lüge. Wenn man etwas geschenkt kriegt, dann will man auch etwas, was einem gefällt. Da kann man noch so sehr etwas über Liebe rumstammeln.

Worauf ich hinaus will ist genauso einfach, wie schmerzhaft zu verstehen. Liebe und Hoffnung ist ein Synonym für Kommerz und Gewinn. So beweisen wir den Mitmenschen unsere Liebe indem wir ihnen etwas schenken, während im Hintergrund irgendwelche schmalzigen Weihnachtsfilme über über schlechte Menschen, die plötzlich an Weihnachten geläutert werden, laufen. Je größer, teurer und besser das Geschenk, desto mehr haben wir den anderen lieb. Und um uns zu beweisen, dass wir nette Menschen sind, schicken wir Weihnachtsbotschaften an Bekannte. Wie man Weihnachten also auch nennen könnte, das Fest der Heuchelei und des Kommerz.

Also Leute, ab in die Stadt, verprasst euer Geld für Leute, denen ihr am Liebsten eine Reinhauen würdet und macht die Kapitalisten glücklich! Denn Weihnachten bedeutet ganz einfach die Manipulation durch die Medien, im Fernsehen werden Weihnachtsfilme ausgestrahlt, wo glückliche Menschen, große Geschenke in Händen halten, im Radio wird Weihnachtsmusik ausgestrahlt, wo glückliche Menschen über ihre großen Geschenken singen und uns wird schon von Kindesbeinen an beigebracht: Weihnachten bedeutet Geschenke. Geschenke. Geschenke. Oder anders gesagt: Konsum, Konsum, Konsum. Weihnachten bedeutet also Manipulation durch die Kapitalisten, dass wir noch mehr konsumieren und noch mehr Geld in ihre Taschen spülen. Die Liebe und Hoffnung bleibt eindeutig bei solch einer Ausbeutung auf der Strecke. Weihnachten, das Fest der Ausbeutung. Wie schön. Hoffentlich gibts irgendwann Schnaps, dann wird es auch für mich ein schönes Weihnachten.

Montag, 21. September 2009

Das wundervoll bunte Leben

Grenzt es nicht eigentlich schon an Wahnsinn? Die Weltwirtschaftskrise hat noch nicht mal ihren Höhepunkt erreicht, wobei sie schon längst als Fehler einiger Geldgierigen abgetan und abgehakt wurde. Dabei sollten sich viele Leute lieber mal Gedanken machen, ob die Wirtschaftskrise nicht vielleicht auch die erste Fehlermeldung, die den großen Zusammbruchen ankündigt, in einem von Grund auf falsch programmierten Betriebssystem war. Die erste Warnmeldung des Betriebssystems, was nicht die Grundfunktionen Überleben, Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung beinhaltet, sondern eher auf Raffgier, Neid und Zerstörung ausgelegt ist.

Die Werbungs suggeriert uns, "DU bist Deutschland". Ein Lehrer wollte uns heute bei einer Diskussion über dieses Thema weismachen, dass "wir das System sind". Sind wir wirklich Deutschland? Oder das System? Der Hund liegt doch eigentlich dort begraben, dass wir nicht das System oder Deutschland sein können, einfach deshalb, weil wir keine Wahl haben. Wir können uns zwar zwischen SPD und CDU entscheiden, zwischen Links und Rechts, doch können wir auch das System in dem wir leben - oh, ich meine natürlich - können wir uns - das System - ändern?

Jede uns als normal erscheinende Entscheidung trägt wohl zum Überleben des Systems (und ich werde jetzt bei dieser Umschreibung des großen, undefinierbaren Etwas, was unser alltägliches Leben zusammenhält, bleiben) seinen Anteil bei. Doch auch ihr bleibt uns groß keine andere Wahl. Werbung, Konsum, Überfluss, Luxus. Doch würden wir uns gegen dieses System entscheiden und in den Wald ziehen (was ich in letzter Zeit durchaus als Alternative in Betracht ziehe) und dort leben würden, dann wäre doch der Zeitpunkt nicht mehr fern, wo wir wegen Wilderei, Diebstahl oder einer anderen Kleinigkeit, die durchaus natürlicher Herkunft ist, aber von uns Menschen zu etwas verwerflichem wurde, eingesperrt und hätten somit unseren Status als Sklave des System, des Konsum, der Werbung etc. wieder. Somit haben wir keine andere Wahl als einen grauen Alltag voll Arbeit, Konsum, dem Streben nach Luxus, dem Streben nach Glück, vielleicht auch nach Liebe (die letzten beiden sind übrigens auch nur Hirngespinste unserer Gesellschaft, die im späten 18. bzw. dem frühen 19. Jahrhundert entstanden sind) zu leben. Und uns damit abzufinden, das wir unsere eigenen Totengräber sind.

Mittwoch, 12. August 2009

Wieso ich kaum Nachrichten gucke/lese...

Schweinegrippe. Flugzeugabsturz. Entführte Frachter. Bomben auf Mallorca. Schumachers Comeback. Iran. Irak. Afghanistan. Rote Zahlen. Schwarze Zahlen. Gar keine Zahlen. Schumachers Nicht-Comeback. Regierung macht nur Mist. Opposition macht nur Mist. Merkel stinkt. Steinmeier stinkt. Schumacher fliegt ins All. Auch Leichathleten dopen.

Was will ich denn damit? Schweinegrippe? Hatte ich schon mindestens drei mal.
Flugzeugabsturz? Brauch ich nicht...ist immer noch das sicherste Verkehrsmittel (vor dem Auto!!!). Wieso dann jetzt auf einmal so viele abstürzen? Ganz einfach: Zufall. Ich würde gerne mal die Statistiken der letzten Jahre verglichen mit der diesen Jahres lesen. Wird sich höchstwahrscheinlich nicht viel nehmen.
Entführte Frachter? Ja und? Gebt Terroristen keinen Raum, dann wird es auch keine mehr geben. Aber ihnen wird ja leider genug Aufmerksamkeit und vor allem Geld geschenkt. Selbst dran Schuld!!!
Bomben auf Mallorca? Siehe oben. Ob die Nr. 1 der Ferieninseln der Deutschen jetzt unsicherer ist? Wieso sollte es? Schlaue Leute können sich denken, dass Terroristen auf den Tod von besonders vielen Menschen und die daraus resultierende Eliminierung von Touristenzielen absehen. Fahrt am Besten gar nicht mehr in Urlaub! Oder an den Biggesee!
Schumachers Comeback. Kein Kommentar, bzw. Achselzucken. Ist mir ehrlich gesagt, dermaßen egal.
Iran? Alles Idioten! Genauso wie in unserer Regierung, der von Russland und vor allem in der der USA. Nur hier berichten unsere Medien nicht so viel von den Lügen und dem Beschiss der läuft (zugegeben, hab mich nicht allzu sehr damit beschäftigt.)
Irak? Natürlich gibt es im Krieg Tote! Das ist ja noch das Allerbeste: Erst große Kriege schwingen und dann sagen, "oh Gott, so viele Tote...". Meine Meinung: Lasst sie sich doch einfach gegenseitig die Köpfe einschlagen. Aber nein, ich vergaß....das liebe Öl...äh, ich meine, das liebe Geld.
Rote Zahlen? Schreib ich selbst genug.
Schwarze Zahlen? Werde ich niemals schreiben, auf jeden Fall nicht in diesem Leben.
Gar keine Zahlen? Ist mir am liebsten! Scheiß Mathe-Kram da. Rechnet hab jetzt mit Worten! Ist viel einfacher.
Schumachers Nicht-Comeback? Ach, leck mich doch an der Tesch, ich will nicht wissen, was der Besitzer einer besch... Kartbahn in einem winzigen Ort zu sagen hat!
Regierung macht nur Mist? Stimmt.
Opposition macht nur Mist? Stimmt. Für alle Parteien im Bundestag gilt also: Fresse halten. Danke.
Merkel stinkt? Stimmt. Wie ein somalischer Pirat. Und zieht uns genauso das Geld aus den Taschen.
Steinmeier stinkt? Stimmt. Wie ein somalischer Pirat. Und wird uns genauso das Geld aus den Taschen ziehen.
Schumacher fliegt ins All? Wunderbar. Dann nerven mich wenigstens seine Möchtegern-Freunde auf N34 nicht mehr.
Auch Leichtathleten dopen? Ach wirklich? Hätte ich jetzt nicht gedacht...ich dachte, nur Radfahrer wären solche Pottsäue. Aber wieso wird dann die LA-WM ausgestrahlt? Und wieso laufen Doping-Dokumentationen über Leichtathleten nachts um 0.30 Uhr? Faszinierend. Die öffentlich-rechtlichen bleiben auf ihrem unglaublich glaubwürdigen Standpunkt stehen.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Urlaub, Urlaub, Urlaub

Klassenfahrt in Amsterdam war ein echter Erfolg! Interessante Stadt auf jeden Fall, zwar langweilige Sehenswürdigkeiten, aber die Menschen, die sich dort zwischen Coffee-Shops und Nuttenviertel tummeln sind doch interessant zu beobachten. Macht schon einiges aus, wenn man anstatt nur einen Sightseeing-Tag wie bei der Klassenfahrt in der 10. Klasse, 5 Tage in einer Stadt verbringt.

Nächstes Ziel wird morgen Colmar oder genauer der Col du Platzerwasel sein. Tour de France. Also alle Mann am Freitag vor die Fernseher und schauen, was der kleine Christopher vom Lande da auf die Straßen gepinselt hat. Vielleicht läuft ja auch ein bekloppter in Schottenrock durchs Bild und schubst den Lancie vom Rad? Wär auf jeden Fall mal ne coole Aktion...

Freitag, 3. Juli 2009

Ab geht die Party und die Party geht ab...

So, Leute! Es ist geschafft. Heute war der ultimative Schultag vor den Ferien. A propos, eine sehr ruhige Woche, obwohl ich vor Langeweile fast verrückt geworden wäre...den ganzen Tag nichts tuend daheim sitzend zu verbringen ist halt nicht mein Ding. Aber die Grippe dürfte in den nächsten Tagen auch auskuriert sein...
Damit liegt morgen das geniale Turnier in Attenhausen vor mir. Montag gehts auf Klassenfahrt nach Amsterdam. Der anschließende Samstag ist das Jazzfestival in Idstein, welches ich mir auf KEINEN FALL nehmen lassen werde! In der ersten Ferienwoche fahr ich so wie es im Moment aussieht für zwei Tage zur Tour de France in die Vogesen mit meiner Mutter. Am darauffolgenden Samstag den 18. findet unser Beachturnier statt (gemeldete Mannschaften bis jetzt: 4. 2 vom Verein. 2 von meiner Familie. Hehe). Dann 3 Wochen arbeiten und gut Geld kassieren (hab ja noch genug Parties die ich im Nachhinein finanzieren muss...hehe). Danach gehts im Steilflug auf unsere Kirmes zu...Das werden 2 Monate, das sag ich euch :)

Das einzige was mich noch stoppen kann, ist (ein Begrenzungspfahl...höhö) mein PC-Stuhl...der ist im Moment echt Lebensgefährlich! Bei dem ist vergangene Woche so ein Rollendings abgebrochen. Also nicht die Rolle selbst, sondern dieses Stahldings, an dessen Ende das echte Rollendings dran befestigt ist. Das ganze Ding, einfach irgendwann schwupps ab. Und jetzt kipp ich immer nach vorne. Oder nach hinten. Manchmal auch nach links oder rechts. Ja, bevor blöde Fragen kommen (sollten wir besser hier nicht auch eine 50-Cents-für-jede-blöde-Frage-Regelung einführen?), ich hab keinen normalen PC-Stuhl. Sondern einen ohne Lehne, aber mit Hinknie-Dingens. Damit der Rücken grade ist beim Sitzen. Gut bei mir meistens nicht, aber ich könnte auch ein Buch schreiben "999 Stellungen auf einem Gesundheitsbürostuhldingens für den Rücken, wo der Rücken nicht gerade ist".
Heidiwitzka ihr Schweinpriester!

Sonntag, 28. Juni 2009

Juhu! Endlich Sommer!

Na, endlich ist es soweit! Der Sommer scheint da, auch wenn noch etwas durchwachsen. Wenigstens beginnen schon die Urlaubsvorbereitungen. Und viel wichtiger: die Vorbereitungen für das größte Mixed-Volleyballturnier in RLP in Attenhausen! Nächsten Freitag ist es wieder soweit...Saufen, Feiern, Spaß und...naja...auch Volleyball. Der Jahreshöhepunkt für unsere Volleyballer. Jedes Jahr ein Fest! Meine Eltern haben vor einigen Jahren das Turnier sogar schon mal gewonnen oder zumindestens um den Sieg mitgespielt, soweit ich weiß. Wir versuchen wenigstens eine einstellige Platzzahl für Sonntag zu erreichen...
Die Vorfreude wäre ja riesig bei mir, genauso wie auf die Montag beginnende Klassenfahrt nach Amsterdam, den Urlaub mit Freunden an den Biggesee......wenn da nicht diese vermaledeite Grippe wäre...Naja, aber alles hat seine Vor- und Nachteile: Dafür haben für mich die Ferien jetzt schon begonnen. Immerhin bin ich bis Freitag krank geschrieben. Das heißt ich müsste zumindestens theoretisch dieses Schuljahr nicht mehr das Schulgebäude betreten.

Aber dafür gibt es auch zwei positive Dinge, die mir in diesen Tagen aufgefallen sind: 1. Die ehem. Wohnung meiner Großeltern in Sonthofen/Allgäu steht immer noch leer und meine Eltern haben immer noch keinen Käufer gefunden...und 2. Die Tour de France ist genau in den 2 Tagen vor meinem Urlaub an den Biggesee in den Vogesen. Jetzt ist halt nur noch die Frage für welches Programm ich mich in der ersten Ferienwoche entscheide....

Montag, 22. Juni 2009

Party auf dem Lande...

Faszinierend diese Dorffeste, wo unbedingt jeder da sein muss, ein Höhepunkt für jung und alt. Ob die Leute nun auf Rock stehen oder nicht, jeder muss hin. Und dann wird sich so berahlt, dass auch genügend Gesprächsstoff für die nächsten Wochen vorhanden ist. Immer wieder lustig anzusehen. Vor allem, weil die Landkinder dann endlich mal einen auf fiesen "Punker" oder harten "Metler" machen können. Auch oder gerade weil sie sich niemals auf ein Konzert einer wirklich Punk- oder Metalband trauen würden. Disco-Menschen mit von zu viel Haargel steinharten kurzen Haaren fangen an zu pogen. Minderjährige werden zu randalierern und säufern, nur heute, nur weil es heute cool ist und die nächsten Wochen für Gesprächsstoff sorgt.

Aber naja. Wie das halt so ist. Wirklich Party kann man nur machen, wenn breit ist. Vielleicht auch mal wieder nach langer Zeit so richtig Headbangen, auch wenns eigentlich nur Banausen auf so einem Fest machen. Schließlich wird da nicht Musik aus Überzeugung gespielt. Sondern nur um die breite Masse zu befriedigen. Und wenn sie halt Lieder von den mir verhassten Onkelz gespielt haben, hatte ich halt auch meinen Spaß. Ich hab die Sängerin angeklotzt und fast gesabbert...

Naja, über die zwei Bands vorher brauchen wir eigentlich gar nichts sagen. Ich will dazu nur noch loswerden, dass Ruhestörung halt noch Zeit braucht und "Irgendwie Anders" tooootal langweiligen Deutschrock macht....Aber die haben ein verdammt geiles Finish hingelegt...Wenn der Gitarrist aus dem Geklimper der Songs vorher plötzlich ausbricht und ein spackiges Solo auf das Parkett legt, während Mitglieder des ausrichtenden Motorsportclubs auf zwei Maschinen auf der Bühne steigen und die Motoren so richtig zum Aufheulen bringen...Der Sound der Maschinen fusioniert mit dem Gitarrensound, wie der Gummiqualm über die Bühne schwebt und sich erst langsam mit dem Nebel aus der Maschine und der Luft vor der Bühne vermischt...Da fühle ich mich träumend auf einem Van Halen- oder Golden Earing- oder wie sie doch alle heißen-Konzert hinversetzt. Naja, ich bin doch wohl in der falschen Zeit geboren...

Aber doch putzig, wie sich manchmal manche Leute in den Arsch beißen könnten, wenn sie eine schlechte Party erwartend vorher wieder die Heimreise angetreten haben und dann alleine daheim sitzen...bis sie sich doch endlich entscheiden noch auf die Party zu gehen, weil sie ja doch tatsächlich was verpassen könnten......okay, ich darf meine Witze drüber reißen, mir geht es ja auch immer so...

Mittwoch, 3. Juni 2009

Swinging Sixties

Ach, irgendwie wieder grad die alten Schinken rausgekramt...hat sich irgendwie so ergeben. Was war das für schöne Musik in den 60ern...Träumen von Freiheit, Liebe und geistig höheren Sphären (okay...*hust*). Vielleicht hab ich ja jetzt am Wochenendliche endlich mal Zeit die paar wunderschönen Filme über diese Zeit wieder anzuschauen. Forest Gump habe ich lang nicht mehr gesehen, den würde ich gern mal wieder sehen. Normalerweise mag ich ja keine Märchen, aber wenn sie so anrührend sind wie dieser Film, lässt mich das nicht kalt...gerade diese traurig-zynische Erzählart Zemeckis in dem Film find ich einfach wunderschön.

Auch Radio Rock Revolution werde ich mir demnächst sofort auf DVD zulegen. Ganz großes Tennis. Auch ein wenig auf die träumerische Märchen-Art die Geschichte, wobei die Musik einfach ganz super mit den Bildern harmoniert. Während Vater und Sohn sich nach langer Zeit endlich gefunden haben und im untergehenden Schiff einen kleinen Konflikt austragen, weil der Vater seine Platten retten will, der Sohn aber Vaters Leben als wichtiger erachtet, erklingt wunderbar sanft im Hintergrund "Father and Son". Und eben dieses hochdramatische Ende mit dem Untergehen des Schiffes untermalt mit "A Whiter Shade Of Pale"...aaaargh, ich krieg immer noch Gänsehaut wenn ich das Lied höre und dabei die Bilder des Films vor dem inneren Auge vorbeilaufen...

Naja, jetzt bin ich müde und werde gleich in mein Bett gehen. Wenn ich mich doch nur drauf freuen würde. Quäle mich jetzt schon seit gestern mit elendigen Rückenschmerzen herum. Kann kaum laufen, geschweige denn stehen, sitzen oder liegen. Tut alles weh...Schon lustig, in letzter Zeit werde ich zum Vollzeit-Krüppel: Krankengymnastik wegen meinem Knie, gerade abgeschlossene Physiotherapeutische Behandlung wegen meinem Nacken und jetzt hab ich auch noch Rücken...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Scheiß auf die Demokratie! Und die Gerechtigkeit!

Es ist also soweit. Der Tiefpunkt der Weltwirtschaftskrise ist offiziell erreicht. Ab jetzt geht es wieder bergauf. Haha, guter Witz. Pure Schönrederei wohl vor der Wahl. Eigentlich kann nämlich niemand vorhersagen, wann der Tiefpunkt erreicht sein wird, geschweige denn wie tief er nun wirklich sein wird. Volkswirtschaftler rechnen mit 2011 oder 12.
Aber nun ja, wer fühlt sich schon wirklich davon betroffen, auch wenn alle reden? Da liegt ja nämlich das Problem. Wir sollten uns betroffen fühlen! Weil wir ausgenommen werden! Banken werden gerettet, damit das Finanzsystem nicht vollends zusammenbricht, Unternehmen werden gerettet, damit Arbeitsplätze gesichert werden. Haa! Notleidende Banken, dass ich nicht lache. Wer leidet den Not? Die Bänker, die immer noch Millionensummen einstreichen und das obwohl sie oft einen wesentlich Teil zu der Krise beigetragen haben? Oder die breite Masse der arbeitenden Menschen?

Schließlich wurde uns jahrelang zu verstehen gegeben, es sei kein Geld mehr da für Jugend, Bildung und Soziales. Nun werden plötzlich Milliarden locker in Konjunkturpakete gesteckt. Natürlich, auch waren mehrere Mio Euros für das Bildungssystem vorgesehen. Schon wieder so ein Lacher. Neugestrichene Schulflure verbessern unser Bildungssystem enorm! Vor allem weil kein Geld für mehr reicht, für richtige Verbesserung. Z.B. neue Lehrer, kleinere Klassen etc. Das Gros der Konjunkturpakete wurde den Banken und Unternehmen in den Rachen geworfen. Leute verzocken unser Geld, fahren Banken und Unternehmen an die Wand und als Dank kassieren sie die Steuergelder.

Okay, vielleicht ist es ja wirklich nicht die Schuld von ein paar einzelnen Managern. Vielleicht liegt die Schuld beim Kapitalismus selbst? Produktivkräfte haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich entwickelt. Weniger Arbeitskraft reicht um mehr Waren zu produzieren. Gleichzeitig muss die Bevölkerung erhebliche Steuern blechen müsen. Es bleibt weniger Geld übrig der in Konsum gesteckt werden kann. Das Angebot wird größer, während die Nachfrage geringer wird. Dadurch bleiben Gewinne in Unternehmen aus. In die wird jetzt wieder Geld gepumpt (siehe Opel). Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit? Während Arbeiter immer weniger zum Leben haben und die Armut in Deutschland rapide zunimmt werden Steuergelder, die ohnehin nicht existieren sondern die Staatsverschuldung noch höher werden lassen, den Unternehmen gegeben, die damit noch mehr produzieren werden.

Die Entwicklung läuft immer mehr in die Richtung einer Proletarier und Bourgesoisie-Gesellschaft. Doch die Gerechtigkeit in Deutschland hat dieser Tage zusätzlich zu den finanziellen Ungerechtigkeiten noch einen weiteren Rückschlag erhalten. So wird der Strafprozess in den Gerichten abgeschafft, ersetzt durch den sogenannten "Konsensprozess". Kurzum: Ein Straftäter, der sich zu einem Deal bereit erklärt und andere Straftäter verpfeift, kann mit Strafmilderung oder Straffreiheit rechnen! Ab sofort wird das Gericht zu einem Basar, wo über die Strafe verhandelt wird. "Wenn ich dies Aussage, bekomme ich diese Strafmilderung."
(http://www.sueddeutsche.de/politik/570/470121/text/)
Aber wer erwartet in Deutschland denn schon Gleichheit und Gerechtigkeit vom Gesetz? Während erst vor kurzem der Strafkatalog der Straßenverkehrsordnung erheblich verschärft worden ist, genießen Abgeordnete der Bundes- oder Landesparlamente immer noch strafgesetzimmunität. Das heißt: Während wir mehr blechen müssen für Geschwindigkeitsüberschreitungen, dürfen Politiker ungestraft über die Straße heizen und zusätzlich noch ungeschoren Unmengen von CO2 in die Luft ausstoßen, für das wir immer erheblichere Steuern blechen müssen?

Ja, Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem unsozialen Ungerechtigkeitsstaat! Und das allerschlimmste: Das deutsche Volk lässt das mit sich machen! Wann ist der Punkt erreicht, wann werden endlich die Leute auf die Straße gehen um dagegen zu demonstrieren und zu sagen: "Nein, wir bezahlen nicht für eure Krise!" und "Nein, wir wollen keinen Überwachungsstaat in dem Willkür herrscht!"?

Freitag, 22. Mai 2009

Schlicht geradeaus...

Letzte Woche hat mein Vater mich mit einer neuen CD überrascht - endlich ist die neue Blueside CD da! Selten hab ich mich so über eine neue CD gefreut, nachdem ich ihn in die Schule gefahren hab, hab ich auch auf meine zusätzliche Stunde Schlaf gepfiffen, die ich mir noch hätte gönnen können. Erstmal musste die CD in das Abspielgerät geworfen werden und ein erster Eindruck geholt werden. Mittags konnte ich mir sie dann auf einer längeren Autofahrt ganz genüßlich reinziehen.
Tolles Ding muss man sagen. Klassischer Chicago-Blues, kräftig, schnörkellos, geradeaus. Besitzt aber keinesfalls die Virtuosität anderer Bands, aber das würde auch ein bisschen den Sound zerstören. Blueside steht für klassischen einfachen Blues, 3 Leute - Drums, Bass, und eine spackige Gitarre - manchmal auch nur 2 - Bass und Gitarre - und manchmal 4 - mit Harpspieler. Sie verzichten auf jegliche Verblümung der Rhythmen, manchmal hört man auch nur das einfache Bluesschema im Hintergrund. Aber wie gesagt, das macht die Sache auf keinen Fall unschöner.
Day's Work, der Name ist schließlich Programm. So heißt es nun auch im Alltag einfach gerade aus durch die Arbeit und ab ins Vergnügen. Ja, man fühlt sich schon fast in die alten Zeiten aus der Hochzeit dieser Musikrichtung zurückversetzt, wie die alten, schwarzen Blueser, ebenfalls mit einem sehr einfachen Sound über ihren langweiligen Alltag gesungen und gespielt haben, nur um selbigen erträglicher zu machen.
So fühlt man sich auch in jeder Note an klassische Songs wie den "Hoochie Coochie Man" von Muddy Waters (eine tolle Version auf der ersten Platte von Blueside übrigens) zurückerinnert. Einfach und schlicht, keine Innovation, aber doch klasse. Es muss ja nicht immer was neues sein, man kann sich auch auf die guten alten, bewährten Sachen verlassen, grade beim Blues oftmals besser als immer neue Sachen mitreinzupacken. Dann wird die Musik zu verschnörkelt und passt einfach zu der puren Blues-Mentalität.
Ist und bleibt auf jeden Fall meine favorisierte regionale Band und ich muss dringend mal wieder auf einen Gig von denen ;-)

Sonntag, 3. Mai 2009

Okay, der Sinn des Lebens. Ein einfaches Thema. Und zwar durchaus zu beweisen. Auch mit Mathematik. Man glaubt es kaum. Aber er ist doch für jeden Menschen gleich. Es gibt keine Individualität - alles nur eine schöne Illusion, die wir Menschen uns geschaffen haben um die Sinnlosigkeit (haha, welch Ironie bei diesem Thema) des Lebens etwas erträglicher zu gestalten.

Also. Im Prinzip können wir...ähh, müssen wir von einer Dualität aller Dinge ausgehen. Schwarz und Weiß. Leben und Tod. Mann und Frau. Gibt von allem ein Gegenstück. Ja selbst Giraffen haben ihre Gegenstücke. Keine Giraffen sind das Gegenstück zu Giraffen, klingt logisch oder? Also, wenn wir von dieser Dualität der Dinge ausgehen, ist klar, dass der Tod wohl genauso zum Leben dazu gehört, wie zum Mann die Frau.
Weiterhin kann man diese Theorie über den Sinn des Lebens mit einer mathematischen Kurve beschreiben, deren Name mir grade entfallen ist (wer brauch den schon Namen bei dieser weltbewegenden Theorie). Aber stellt euch vor: Die Kurve steigt zunächst aus dem Nullpunkt recht flach an, wird immer steiler und an dem Punkt an dem sie senkrecht beginnt zu steigen, ist der Maximalwert erreicht und die Kurve fällt. Zunächst steil, dann immer flacher bis kurz vor den y-Nullwert und dann beginnt die Kurve wieder flach anzusteigen. Diesmal ist der Maximalwert einen kleinen Tick höher als bei der vorherigen und der Minimalwert einen kleinen Tick geringer als bei der vorherigen.
Nun, interpretieren wir die Kurve so. Die x-Achse steht für Lebensjahre, die y-Achse steht für Weisheit. Die Kurve zeigt den Verlauf der Weisheit eines Menschen, über sein Leben - genauer: seine Leben. Denn aufgrund der Dualität der Dinge, nachdem dje Weisheit des Menschen auf dem Sterbebett (Maximalwert der Kurve) am größten ist, muss ja folglich danach der Minimalwert folgen (also der Tod oder wie man nun ethisch korrekt sagen müsste, die dümmste Phase eines Menschenleben). So, das würde weiterhin heißen, dass aus dem Minimalwert ein neues Leben entsteht. Ohne Tod kein Leben - und umgekehrt (sehr beruhigende Theorie wie ich finde).

Unsere ganzen Erkenntnisse jetzt mal in den Kontext vom Sinn des Lebens gesetzt. Wir leben um unser ganzes Leben nach der absoluten Weisheit zu streben. Wir können sie nicht erreichen, weil uns Grenzen gesetzt sind. Wenn unsere Weisheiten am größten ist, sterben wir und fangen wieder bei Null an. Wir leben erneut, streben ein weiteres Mal nach der absoluten Weisheit und wenn wir nun wieder im Sterbebett liegen, wissen wir, dass wir wenigstens nun ein bisschen schlauer als beim letzten Mal sind (ja, lest euch zur Not noch einmal die Beschreibung der Kurve durch...ich weiß, ich hätte sie aufmalen sollen, ich find nur meinen Edding nicht...).

Um noch eine letzte Frage zu klären: Wie kann man für den Menschen den Begriff der "absoluten Weisheit" definieren? Der Mensch ist im Prinzip ein Lebewesen wie jedes andere auf der Erde - ein Tier. Nein, keine Pflanze, eher ein Tier. Sollte man also den Mensch auf seine wahren Grundbedürfnisse (Instinkte) reduzieren und jegliche unwichtigen Gesellschaftlichen Bedürfnisse ausblenden, da sie uninterinteressant für unsere kleine Theorie sind, dann ist der Mensch ein vom Selbsterhaltungstrieb am Leben gehaltenes und vom Selbsterhaltungstrieb zur Fortpflanzung getriebenes und von der Größe des Gehirns zur Selbstverwirklichung getriebenes unwichtiges Etwas. Somit haben wir die Stützpfeiler der für den Menschen absoluten Weisheit zusammengefasst.

Nach der nun erfolgten Klärung der Eckdaten, können wir uns der Frage nach dem Sinn des Lebens widmen. Der Sinn des Lebens ist also ein Leben lang nach Selbstverwirklichung zu streben, sich Fortzupflanzen und am Leben zu bleiben. Den für uns optimalsten Zustand erreichen wir auf dem Sterbebett (also nicht körperlich, ich kenn ehrlich gesagt kaum jemanden, der dort liegend noch einen Marathon hätte laufen können). Danach sterben wir und alles fängt von neuem an.

So und was können wir nun mit diesem Wissen anfangen? Wir wissen, dass wir in diesem beschissen Elend namens Leben bis zum Tod abwarten können, weil wir erst da zu den Kings werden. Es ist egal wie wir uns bis dahin die Zeit vertreiben, unsere Weisheit erreicht auf jeden Fall dort den Höhepunkt. Egal ob wir uns gut oder schlecht benehmen.

Ein Kumpel und ich haben eine ähnliche Theorie, die damals auch wirklich plausibel begründet war, in einem Anflug von absoluter Weisheit im Alkoholrausch aufgestellt. Leider kriegen wir beide nun nicht mehr die ganze Theorie hin und auch die Begründungen lassen einiges zu wünschen übrig. Ich wette, unsere Gedanken könnte sowieso niemand nachvollziehen der nüchtern ist. Ich fürchte nämlich, in jener Schicksalsträchtiger Nacht haben wir mit dem Alkohol auch unsere grenzenlose Weisheit aus dem Körper ausgeschüttet. Verdammt eigentlich...

Dienstag, 28. April 2009

Verf*** Scheiß-Tage

Es gibt diese Tage, wo eigentlich alles gut läuft (oder zumindestens nichts wirklich schlecht läuft), man aber trotzdem von der ganzen Welt angenervt wird. Man will einfach liegen und seine Ruhe haben, wobei einen gerade dies auch aufregt, weil man ja eigentlich so viele sinnvolle Sachen machen könnte. Man kann sich aber nicht aufraffen, weil man einfach zu fertig ist. Und man weiß, irgendwann schlägt sich diese Faulheit wieder in noch mehr Stress nieder. Und mir fehlt eindeutig Schlaf. Aus welchem Grund auch immer, ich hab mittlerweile seit eineinhalb Wochen nicht mehr richtig ausgeschlafen. Gut okay. Am Wochenende hatte das auch etwas mit meiner Prioritätenverteilung zu tun. Wobei es sich im Nachhinein rein gar nicht gelohnt hat, da ich Freitag meine (für meine Verhältnisse ewig lange) Abstinenz beendet habe. Aber in den 3 Wochen Party ohne Alkohol habe ich gemerkt, es ist leicht er als vorgestellt. Und ich habe nun nicht mehr die Einstellung Party ohne Alk geht nur schwerlich. Eigentlich hab ich sogar gar keine Lust mehr drauf. Man hat einfach keine wirklich Kontrolle mehr über sich, ich glaub, die peinlichen Trunkenheits-Geschichten reichen erst mal...
Vor allem man trinkt, ist gut drauf und könnte die ganze Welt umarmen. Dann ist jemand nett, und man würde sowieso jeden bespringen, aber diejenige versteht das falsch und rafft nicht, dass man nüchtern eigentlich nix mit ihr zu tun haben will. So quält man sich wieder nüchtern die nächsten Tage vor Peinlichkeit, was man im Rausch alles angestellt hat und würde den Abend am liebsten aus dem Gedächtnis löschen. Aber nein, das liebe Handy und neue Nachrichten auf diesem erinneren einen immer wieder an die schmerzhafte Realität. Okay, ich übertreibe. Trotzdem finde ich es nun besser, mit einem gewissen Grad an Zurechnungsfähigkeit durchs Leben zu gehen. Obwohl ich auch schon andere Zeiten hatte....

Montag, 27. April 2009

Sag ja zu...

Ach, da war ich mal wieder im Kino und der Film hat mich an die wunderbar freiheitliche Einstellung in den 60ern erinnert. Wo man noch irgendwie versuchte, aus der gesellschaftlichen Gewalt die einen zu so vielen Sachen zwingt, zu kämpfen. Man war einfach anders. Die Musik ist da ein anschauliches Beispiel wie ich finde. So wurde die Musik gemacht, woran der Künstler und das Publikum Spaß hatte. Diese konnte dann jeder auf seine Weise aufnehmen. Heute ist diese "geistige Freiheit" wohl nicht mehr in dem Ausmaß möglich, wo der Alltag selbst viel zu freiheitlich erscheint (eine Illusion?). Viel zu sehr ist man auf die eigene Anonymität fokussiert, während man gleichzeitig unbedingt alles über die anderen Menschen erfahren will (womöglich um sich vom eigenen zu tristen Leben abzulenken). Wie widersinnig das Leben doch ist.
So verschwimmt vieles einfach zu "Einheitsbrei". Überall ist der Mainstream am Wichtigsten. Wann ist es wieder Zeit für eine ähnliche, nach Freiheit strebende Bewegung, wie in den 60ern die Hippie-Bewegung oder in den 80ern die Punkbewegung?

So ist doch unsere Freiheit unser höchstes Gut. Die Freiheit einfach zu tun worauf man Lust hat, ohne um sich komische Blicke von anderen Menschen unterziehen zu müssen. Die Freiheit der Gedanken. Unter damit verbundenen Künste. So scheint es doch zum Größtenteil grade bei den Künsten immer nur noch um den Kommerz zu gehen. Deswegen versinkt alles im Einheitsbrei. Wann gab es den letzten großen Maler, dessen Bilder noch in den nächsten paar hundert Jahren in den Museen hängen werden. Wird die Musik der letzten 10 Jahre die Leute in sagen wir mal 30 Jahren noch groß interessieren? Ich bezweifel dies. Zumindest insofern, dass es in 30 Jahren weniger Anhänger der Musik der ersten 10 2000er Jahre gibt, als heute Anhänger der Musik aus den 70ern und 80ern.

Die Leute werden verzweifelter, Doping für den Alltag wird mittlerweile benötigt, nur um nicht irgendwann mit 50 ausgebrannt zu sein. Da will man doch einfach ausbrechen, aber man kann es nicht. Die Freiheit im Alltag geht flöten. Mehr Arbeit, mehr Verpflichtungen, mehr Verantwortung für alle. Und dabei kommt immer weniger für uns rum. Leben wir alle nach diesem Schema. Schule, Arbeiten, Familie, Altersvorsorge, großer Fernseher, großes Haus, hübscher Grabstein. Oder um einen bekannten britischen Film zu zitieren:

Sag ja zum Leben, sag ja zum Job,
sag ja zur Karriere, sag ja zur
Familie. Sag ja zu einem pervers
großen Fernseher. Sag ja zu
Waschmaschinen, Autos, CD-Playern
und elektrischen Dosenöffnern. Sag
ja zur Gesundheit, niedrigem
Cholesterinspiegel und
Zahnzusatzversicherung. Sag ja zur
Bausparkasse, sag ja zur ersten
Eigentumswohnung, sag ja zu den
richtigen Freunden. Sag ja zur
Freizeitkleidung mit passenden
Koffern, sag ja zum dreiteiligen
Anzug auf Ratenzahlung in hunderten
von Scheiß-Stoffen. Sag ja zu
Do-it-yourself und dazu, auf Deiner
Couch zu hocken und Dir
hirnlähmende Gameshows
reinzuziehen, und Dich dabei mit
Scheiß Junk-Frass vollzustopfen.
Sag ja dazu, am Schluss vor Dich
hinzuverwesen, Dich in einer
elenden Bruchbude vollzupissen und
den missratenen Ego-Ratten von
Kindern, die Du gezeugt hast, damit
sie Dich ersetzen, nur noch
peinlich zu sein. Sag ja zur
Zukunft, sag ja zum Leben. Aber
warum sollte ich das machen?

Mittwoch, 15. April 2009

cry guitar cry

Ich kann nicht mehr aufhören. Wenn bei mir im Auto oder daheim Musik läuft ist in letzter Zeit nur lautes Gitarrengejaule zu hören. Ob der von mir ernannte König der Rumheul-Gitarren Gary Moore mit "The Messiah Will Come Again", der etwas unbekanntere Bluesrock-Gitarrist Joe Bonamassa mit "Blues Deluxe", Eric Clapton mit "Layla" oder die alten Gitarrenklassiker "Voodoo Chile", wovon ich übrigens Anfang Januar ein geniales Zusammenspiel zweier Gitarristen im Cafe Hahn in Koblenz sah, bei einem Auftritt der Band "Blueside", ist egal, hauptsache laut und die Gitarre heult und schreit das ganze Leid in die Welt hinaus.

Es ist deswegen komisch, weil ich bisher eigentlich eher nur auf andere Instrumente, wie z.B. gute Harp-Soli abgefahren bin. Naja, gut oben genannte Künstler hab ich eigentlich schon immer gerne gehört, wobei mir z.B. "Voodoo Chile" auch erst seit Anbeginn dieser Phase gefällt. Da scheint der Besuch des Gary Moore-Konzerts wohl einen kleinen Wendepunkt in meiner Geschmacksphase darzustellen...dieser Mann hat mich an diesem Abend einfach in seinen Bann gezogen, wie er da so ziemlich Wortkarg, zumindest was die gesprochenen Wörter angeht, auf der Bühne stand, nur den nächsten Titel ansagte und dann in die Saiten haute. Einfach genial. Er sprach kaum ein Wort, ließ die Gitarre für ihn sprechen und jeder im Raum wusste genau, was der Song aussagte. Naja, jetzt hoffe ich nur noch, dass ich noch schnell Mitfahrer für die Konzerte von B.B. King Anfang Juli in Frankfurt und Joe Bonamassa Ende Juli in Darmstadt finde, denn die Karten dürften schnell weg sein....

Dienstag, 31. März 2009

Ja, ich höre Blues...

Am Samstag war ich nun endlich bei einem Gary Moore Konzert. Das Durchschnittsalter des Publikums lag hoch, bestimmt bei über 40. Eigentlich ist es doch schade, schließlich ist GM ein Könner an seinem Instrument, um nicht zu sagen, dass er vll. auch gar ein Genie daran ist. Das mag auch subjektiv sein. Aber selbst mein vorher noch recht kritischer Bruder, ein Gitarrist in ener regional relativ bekannte Metalband war begeistert (er ist übrigens Mitte 20, zum Thema Alter).
Der Blues ist also am Aussterben, darüber habe ich mich auch mit dem Bluesigitarristen und - harpisten Chris Kramer unterhalten. Als er einen Gig - organisiert von einem Ortsverein, der sich für die Förderung der hiesigen Gastronomie in Verbindung mit Kultur einsetzt - bei uns im Ort gab, dem ein Publikum von ganzen 8 Personen beiwohnte. 6 davon gehörten übrigens zu den Organisatoren. Na gut, okay, Vorteil für mich, mir wurde der Eintrittspreis erlassen. Aber im Prinzip ist das kein gutes Zeichen. Beziehungsweise ein weiteres Indiz dafür, dass eine der traditionellsten und spirituellsten Musikformen am Aussterben ist. Doch wie kann das sein?

Wie kann eine Stilrichtung nicht mehr Salonfähig sein, die die Grundbedürfnisse des Menschen anspricht und beschreibt? So gehen traditionelle Songs doch hauptsächlich über Liebe, Sex und Arbeit. Wobei die Musik trotzdem vielschichtig bleibt. Ein Mann mit einer Gitarre und seiner Stimme, wie z.B. die alten Großmeister Robert Johnson und andere, später Bo Diddley und John Lee Hooker, und natürlich der noch lebende B.B. (Blues Boy) King.

Ist es vielleicht einfach "aus der Mode"? Kann natürlich durchaus sein. Aber das dürfte dann wohl doch eher ein gesellschaftliches Problem sein...das würde ja im Endeffekt bedeuten, dass um die oben genannten Beispiele wieder aufzugreifen "Liebe, Sex und Arbeit" immer unbedeutender werden. Stattdessen wird wohl eher die Unterhaltung bedeutender (wobei Bluesmusik auch unterhalten sein kann...keine Frage, Beispiele gibt es zu viele um sie aufzuzählen). So hört man doch vielleicht heutzutage lieber "seichte" Musik zur Untermalung, nix mehr, wo man konzentriert zuhört und sich mitreißen lässt. Folgernd also wird die Musik unaussagekräftiger. Aber ist das wirklich der Sinn dieser Kunst? Man müsste sich also auch mal fragen, wieso man ein Bild an der Zimmerwand aufhängt. Weil es einfach reinpasst und gut dazu passt oder weil ich irgendwas damit verbinde? Ich habe z.B. nur Bilder mit denen ich etwas verbinde, ja sogar mit meinem "I want to believe"-UFO-Poster verbinde ich was. Oder eher gesagt, ich will etwas damit ausdrücken...
Genauso verhält es sich doch mit der Musik. Höre ich sie, weil sie mich emotional erfüllt, oder weil ich unterhalten werden möchte, wenn ich grad eine langweilige, vll. alltägliche Tätigkeit ausführe, wie Auto fahren oder so etwas.

Tatsache ist auf jeden Fall, es fehlt ein Forum. So findet man doch auf Plattformen wie wer-kennt-wen.de immer wieder überraschend Bekannte, von denen es man vll. nicht gedacht hätte, aber die ebenfalls Anhänger dieser Musikrichtung sind. Früher traf man sich in speziellen Clubs, um neue Infos z.B. über neue Platten auszutauschen. Hat man niemanden direkt, mit dem man sich austauschen kann, fehlen schnell Informationen über talentierte Künstler oder Gigs in der Nähe. So ist es doch wichtig, dass die Anhänger und Musiker dieser aussterbenden Musikrichtung zusammenhalten und sich austauschen. Denn das ist sowieso - nach der emotionellen Erfüllung der Kunst - wohl das zweitwichtigste: die Diskussion über die Kunst. Und im Umkehrschluss gesehen: sieht man doch sowieso eher seltener, dass noch ernsthaft über die Musik von heute diskutiert wird.

Donnerstag, 12. März 2009

Wenn die Fahnen gehisst werden...

...an so Tagen wie heute, um auf Halbmast gezogen zu werden. An so Tagen kriegt man Kettenbriefe (oder in meinem speziellen Fall -SMS) von Leuten, denen langweilig ist - wenigstens sind sie in dieser Beziehung ehrlich. Ich werde aufgefordert, diese Nachricht weiterzuschicken, weil ich so und natürlich NUR so, mein Beileid den Angehörigen der Opfer eines tragischen Amoklaufs bekunden könnte.

Natürlich hab ich diese Kette unterbrochen. Mit reinem Gewissen. Erstens kann ich auf diesem Weg garantiert keinem Menschen mein Beileid bekunden und zweitens will ich das in solch einem Fall auch gar nicht. Es mag vielleicht gefühllos klingen, aber zynischerweise muss ich einfach sagen, wieso? Erstens kenne ich diese Leute nicht. Zweitens habe ich nicht das Bedürfnis Mitleid zu heucheln, und zwar Leuten, die es sowieso nie mitkriegen werden.
Ehrlich gesagt, halte ich das alles für dumme Heuchelei, das meiste Gerede, sensationsgeile Berichte von Medien, die es zum Teil noch nicht mal für nötig halten ein Grundmaß an Recherche zu betreiben (http://www.citybeat.de/news/Amoklauf-Winnenden-Deutsche-Medien-fallen-auf-Troll-Forum-rein-Update) und das Zerede von den Problemen der Politiker.

Deshalb halte ich es für Heuchelei, weil sich doch sonst auch kein Schwein für Problemfälle in der eigenen Schule/Arbeitsstelle/etc. interessiert. Da wird gelästert, sich lustig gemacht - gemobbt, wie man auch gerne beschönigt. Aber mit dem Kopf schütteln, wenn mal jemand ausrastet, das kann jeder. Jaha, wo man hinschaut wird es jetzt gemacht. Mit wem soll man da Mitleid haben?

Natürlich sind die Killerspiele schuld. Oder zu viel brutale Filme im Fernsehen, leicht zugänglich gemacht auch für Kinder, die ja neuerdings alle einen eigenen Fernseher haben und auch nachts noch gerne, ohne das Wissen der Eltern, Filme gucken (hab ich auch gerne gemacht). Verschärfung der Waffengesetze muss her, damit sowas nicht mehr so leicht passiert. Och, alles wunderbar. Wenn wir Glück haben, lösen sich dann all unsere Probleme. Inklusive der Weltwirtschaftskrise, Volksverdummung und vor allem die fehlende Moral. So verstehe ich zumindestens die Äußerungen der Politiker.

Wieso schreibe ich so offen über dieses heikle Thema? Ehrlich gesagt, weil ich am laufenden Band kotzen könnte deswegen...
Wer zu mir jetzt sagen will, ich solle mal drüber nachdenken, was ich denken würde, wenn ein Angehöriger von mir betroffen sei, kann ich leider nur entgegensetzen, dass meine Tante in dem Gebäude direkt gegenüber arbeitet (also auch zu dieser Zeit gestern sich dort aufhielt), der Täter über das Gelände dieser Firma geflüchtet ist und einen Kollegen meiner Tante erschossen hat und ich vor einigen Jahren selbst schon über den Schulhof der Schule gegangen bin. So viel zu meiner eigenen Betroffenheit.

Sonntag, 8. März 2009

Cigarettes & Alcohol

Is it my imagination
Or have I finally found something worth living for?
I was looking for some action
But all I found was cigarettes and alcohol
(Liedtext von Oasis)

Ja, das beschreibt meine Einstellung dazu ziemlich gut würde ich sagen. Aber wieso erscheint das vielen so absurd oder als nicht gerechtfertigter Grund? "Rauchen tötet" - oft zitierter Spruch von den lustigen kleinen Schildchen auf den Kippen-Packungen. Ist das aber wirklich ein Argument, das Rauchen zu lassen? Ohne irgendwas verherrlichen zu wollen, ich kenne keinen bekannten Fall, dass ein Mensch nach dem Rauchen einer Zigarette tot umgekippt ist. Zugegeben, aber es sind Leute von Autos totgemacht worden. Und die sind danach direkt umgekippt (Betonung auf DIREKT). Trotzdem gibt es diese lustigen kleinen Schildchen nicht auf Autos, oder? Und dabei ist - wie gesagt - die Zahl der Menschen eindeutig höher, die direkt nach oder während dem Gebrauch eines Autos tot umgefallen sind, als Menschen, die nach dem Rauchen einer Zigarette tot umgefallen sind.

Lange Rede kurzer Sinn: Hört endlich auf, Ausreden für den Tod zu suchen. Drogen töten niemanden. Es sind die Menschen selbst, die dafür offen sind. Insofern machen sie sich höchstens selbst kaputt.
Ich werde weiter Rauchen und Trinken, wenn ich die Lust dazu verspüre. Und ja, ich mir darüber bewusst, dass ich mich - zynisch und übertrieben ausgedrückt - selbst zerstöre. Und nein, ich gebe nicht den Drogen die Schuld. Können wir jetzt weitermachen?

Montag, 16. Februar 2009

Fasching/Karneval/Fastnacht...

Au Backe. Ich hab mal wieder einen Grund zum Jammern gefunden. Donnerstag fahre ich ins Allgäu. Bis Montag. Und wieso ich doch jammer? Nicht um Fastnacht zu feiern. Sondern um bei einem Umzug zu helfen. Das kann man Pech nennen. Oder Schicksal. Oder Mist. Mein eindeutig favorisiter Begriff übrigens.

Aber machen wir uns nix vor, ein Wochenende voller toller Parties, an die man sich ein Leben lang nicht erinnern wird. Geschweige denn der Folgen. Also nix für mich. Garantiert nicht. Ich gehe lieber Riesenschnitzel essen. Oder ein Bierchen trinken mit meinen Eltern. Kann mir förmlich nix besseres vorstellen. Ich meine, ich bin sowieso kein Fan von Parties, wo man jeden kennt, mit vielen befreundet ist - naja, okay, die man zumindest schon mal gesehen hat -, wo man viel Geld in Alkohol investiert (ja, wo sonst gibts bis zu 40%, vor allem in diesen schlimmen Zeiten?), dumm rumschwallt, viele sinnlose Dinge tut, viele sinnlose Dinge denkt. Und am nächsten Tag interessiert sich kein Schwein mehr dafür, auch wenn es das ganze Dorf weiß. Das ist nicht so mein Ding, da bin ich ganz offen und ehrlich. Deswegen freue ich mich auch jetzt auf meinen Aufenthalt im Allgäu. Und der nächste der mich nach nächstem Wochenende fragt, denn mach ich dumm von der Seite an! Pech halt...

Montag, 9. Februar 2009

Jetzt bin ich hier...

So. Erstmal, tach auch. Keine Ahnung, wieso ich hier schreibe, was ich hier mache. Aber ich tue es.

Zuerst mal zu meiner Person:
Ich bin durchaus in allem recht unerfahren, probiere in allen Belangen nur rum. Ich würde mich nun nicht als wirklich herausragend intelligent bezeichnen. Vielleicht als durchschnittlich intelligent. Viele werden mir in diesem Punkt nicht zustimmen wollen, aber ich halte mich für einigermaßen witzig. Ach so, ja, nicht zu vergessen, von mir selbst überzeugt. Arrogant. Egozentrisch, was man daran sieht, dass ich einen Text nur über mich schreibe. Und ich hoffe es werden noch ein paar folgen. Naja, weiterhin mache ich mich gerne über die Schwächen anderer lustig, schadenfroh, oft sogar fast schon fies. Über alle Maßen besserwisserisch. Ein Korinthenkacker wie er im Buche steht. Mit vielen Leuten kriege ich mich deswegen in die Haare. A propos, ich raste oft schnell aus. Aber nicht brutal. Ich neige zu übermäßigem Alkoholkonsum. Kenne keine Grenzen. Ich rede und mache viel sinnloses Zeug. Viele meiner Freunde bezeichnen mich als peinlich. Mein Musikgeschmack ist sehr eigen. Optimist, aber doch Zyniker. Doch dafür würde ich mich auch als nett, loyal, hilfsbereit bezeichnen. Hatten wir schon von sich selbst überzeugt? Ja? Na ja...

Doch zugegeben, das alles ist mir egal. Stimmt, ihr wollt immer noch wissen, wer Peter ist? Ja gut, okay. Ich auch. Hatte ich vergessen oder? Vor lauter Reden über mich selbst. Keine Ahnung, wer Peter nun ist. Keine Ahnung, wieso dieser Blog so heißt. Vielleicht finden wir es innerhalb der nächsten Blogeinträge raus? Eher unwahrscheinlich.