Grenzt es nicht eigentlich schon an Wahnsinn? Die Weltwirtschaftskrise hat noch nicht mal ihren Höhepunkt erreicht, wobei sie schon längst als Fehler einiger Geldgierigen abgetan und abgehakt wurde. Dabei sollten sich viele Leute lieber mal Gedanken machen, ob die Wirtschaftskrise nicht vielleicht auch die erste Fehlermeldung, die den großen Zusammbruchen ankündigt, in einem von Grund auf falsch programmierten Betriebssystem war. Die erste Warnmeldung des Betriebssystems, was nicht die Grundfunktionen Überleben, Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung beinhaltet, sondern eher auf Raffgier, Neid und Zerstörung ausgelegt ist.
Die Werbungs suggeriert uns, "DU bist Deutschland". Ein Lehrer wollte uns heute bei einer Diskussion über dieses Thema weismachen, dass "wir das System sind". Sind wir wirklich Deutschland? Oder das System? Der Hund liegt doch eigentlich dort begraben, dass wir nicht das System oder Deutschland sein können, einfach deshalb, weil wir keine Wahl haben. Wir können uns zwar zwischen SPD und CDU entscheiden, zwischen Links und Rechts, doch können wir auch das System in dem wir leben - oh, ich meine natürlich - können wir uns - das System - ändern?
Jede uns als normal erscheinende Entscheidung trägt wohl zum Überleben des Systems (und ich werde jetzt bei dieser Umschreibung des großen, undefinierbaren Etwas, was unser alltägliches Leben zusammenhält, bleiben) seinen Anteil bei. Doch auch ihr bleibt uns groß keine andere Wahl. Werbung, Konsum, Überfluss, Luxus. Doch würden wir uns gegen dieses System entscheiden und in den Wald ziehen (was ich in letzter Zeit durchaus als Alternative in Betracht ziehe) und dort leben würden, dann wäre doch der Zeitpunkt nicht mehr fern, wo wir wegen Wilderei, Diebstahl oder einer anderen Kleinigkeit, die durchaus natürlicher Herkunft ist, aber von uns Menschen zu etwas verwerflichem wurde, eingesperrt und hätten somit unseren Status als Sklave des System, des Konsum, der Werbung etc. wieder. Somit haben wir keine andere Wahl als einen grauen Alltag voll Arbeit, Konsum, dem Streben nach Luxus, dem Streben nach Glück, vielleicht auch nach Liebe (die letzten beiden sind übrigens auch nur Hirngespinste unserer Gesellschaft, die im späten 18. bzw. dem frühen 19. Jahrhundert entstanden sind) zu leben. Und uns damit abzufinden, das wir unsere eigenen Totengräber sind.
Montag, 21. September 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du dagegen bist, kannst du hier schreiben wieso. Wenn du dafür bist auch, aber dann hast du wahrscheinlich nichts mehr zu sagen, oder?